Dienstag, 15. September 2015

Warum ich mich durch die Gebärmutterentfernung jetzt erst recht als Frau und weiblicher denn je fühle

Im letzten Post habe ich in einem sehr persönlichen Artikel über Endometriose geschrieben. Wer ihn noch nicht gelesen hat, kann ihn hier direkt erreichen:

Wie Endometriose die Lebensqualität zu vieler Frauen in Schach hält und dass zu viele Ärzte nichts von dieser Krankheit wissen

Chantal PerrinjaquetIch bedanke mich recht herzlich für die vielen, vielen Feedbacks als Kommentare, Emails und
Facebookpost. Es kamen mir Unterstützung, Mitgefühl für uns Endo-Ladies und auch Anfragen von Frauen, die sich unbekannterweise in diesem Krankheitsbild erkannt haben, entgegen. Und genau so soll es sein! Das war mein Ziel. Dass mein Post etwas bewirkt.

Heute erzähle ich Ihnen, wie ich damit umgegangen bin, dass ich meinen Kinderwunsch begraben und meine Gebärmutter entfernt werden musste.

Ein unbewusstes Geschenk, das ich vom Universum gekriegt habe, ist die Tatsache, dass mich ersteres schon letztes Jahr beschäftigt hat. Ein Geschenk deshalb, weil ich so genügend Zeit hatte, mich innerlich vorzubereiten.

Meine stark wachsenden Beschwerden Anfang 2014 veranlassten mich, mich erneut untersuchen zu lassen. Ich hatte den Verdacht, vorzeitig in die Menopause gekommen zu sein.

Meine neuen Symptome waren:

  • Hitze-Wallungen
  • veränderte Libido
  • Akne in Gesicht und Decolté
  • Hungerattacken
  • unbekannte emotionale Schwankungen
  • plötzlich unregelmässige Monatsblutungen (früher konnte ich die Uhr danach richten) und
  • massiv verstärkte Beschwerden während den sowieso schon starken Blutungen.

Ich musste mich beruflich stark einschränken, ehrenamtliche Engagements abgeben und begab mich kaum mehr aus dem Haus, um Energie zu sparen. Meine neue Ärztin konnte meinen Verdacht bezüglich der verfrühten Menopause nachvollziehen, weil ich seit 25 Jahren nur noch 1Eierstock hatte, der monatlich die Produktion pausenlos aufrecht erhielt. Irgendwann gehen die Eier nämlich aus. Ein Hormontest bestätigte, dass die Menopause noch ca. 6 Jahre fern, aber jetzt noch kein Thema sei.

Ich wurde darauf hingewiesen, dass mein Verdacht unbegründet und die neuen Symptome unerklärlich seien. Und sie riet mir, meinen Kinderwunsch aufgrund der bisherigen Krankheitsgeschichte abzuschreiben, ohne dass sie eine Diagnose stellen konnte.

Dies machte mich zuerst stutzig, dann wütend. Aber jetzt weiss ich, dass es mir ein Jahr lang Zeit verschaffte, um mich unbekannterweise auf die Hysterektomie vorzubereiten.

Denn jetzt folgte die Zeit der Trauer. Stundenlangem Weinen. 

Als Coach sah ich natürlich meine Chance auch darin, dass ich noch Aspekte in mir in die Heilung bringen konnte, welche ich vorher all die Jahre missachtet oder gar unbewusst verdrängt hatte.

Ich verabschiedete also bewusst alle meine inneren Bilder, in welchen ich mich mit meiner ungeborenen Tochter, mit meinem potentiellen Partner und unserem gemeinsamen Kind, gesehen hatte. Ich konfrontierte mich mit allen vermeintlich nicht geheilten Themen mit anderen Frauen in meiner Familie: Schwestern, Mutter, Grossmütter, Tanten, Urgrossmütter, und so weiter. Ich machte Verzeihungsrituale noch und nöcher. Ich schrieb seitenweise Gedanken und Gefühle auf. Viele Nächte spendete ich diesem Thema und allem, was mir in den Sinn kam. Ich wollte nichts verpassen!



Schonungslos beleuchtete ich auch meine eigene Liebe zu mir. 

  • Liebe ich mich, so wirklich und richtig? 
  • Nehme ich mich WIRKLICH 100 % an? 
  • Wo bin ich noch hart mit mir? 
  • Welcher Teil in mir schreit buchstäblich nach Anerkennung, Umarmung, Heilung? 
  • Sehe ich mich wirklich als Frau? Akzeptiere ich mich als Frau?
  • Gehe ich aus dem Haus und stehe zu meiner Weiblichkeit, mit der Souveränität einer erwachsenen Frau, die es geniesst, eine Frau zu sein?

Gerade, was die letzten beiden Punkte anbelangt, hatte ich schon in den vergangenen 10 Jahren sehr bewusst an mir gearbeitet und einige wundervolle Schritte machen dürfen, die mein Herz noch heute erfüllen. Aber ich realisierte jetzt, dass es noch mehr brauchte.

Und ich tauchte ein. Immer und immer wieder. Und es war gut so.

Mein damaliger Lebenspartner war mir eine sehr, sehr grosse Hilfe dabei. Zum Glück redete er offen mit mir darüber und ich kriegte immer das Gefühl, dass er mich ernst nimmt und mich liebt, wie ich bin. Ein Punkt, der mir ohne Zweifel sehr geholfen hatte! Wie oft hatte er mich einfach umarmt!

Die oben erwähnten Symptome nahmen fast alle ab. Eine kaum erklärbare Kraft wurde frei! Ich
realisierte, dass ich mir durch die Tatsache, dass ich insgeheim eine potentielle Mutterschaft geplant hatte, ich mir als selbständiger Coach nicht erlaubt hatte, mich voll und ganz zu entfalten. Und diese Energie konnte ich nun nach vorne kanalisieren. WOW!

Und ich fühlte mich femininer denn je! Ich genoss es nun erst recht, mich zurecht zu machen; nicht für jemand anderen, sondern einfach für mich selbst! Ich liebte und genoss täglich die zarten Stoffe auf meiner Haut, die ich mir gönnte. Das frischgeföhnte Haar. Mein Make-up. Ich liebte es, auszugehen und zu tanzen. Ich liebte es, meinen Körper zu spüren und zu geniessen. Wenn ich während den Tagen die schlimmen Krämpfe hatte, machte ich frei, nahm alternative Mittel zu mir, legte Wärmeflaschen auf und den Frieden auf die offenbar nicht änderbare Tatsache. So gut es ging. Esr half mir, mit achtsamen Meditations- und Atemübungen in meine Mitte zu kommen, in mir zu ruhen. Bewusst und weich zu atmen und lächelnd meiner Weiblichkeit zu begegnen. 

Es war eine der schönsten Zeiten meines Lebens. 

Ich war monatelang komplett bei mir, mit fast täglichen Glücksgefühlen, Dankbarkeit und Freude.

Als ich aber Anfang dieses Jahres mit jedem Monat mit noch schlimmer werdenden Bauchkrämpfen konfrontiert worden bin, habe ich diese Gefühle verloren. Die Beschwerden wurden so schlimm, dass ich während den Tagen stundenlang heulend auf dem Sofa lag und danach völlig erschöpft einschlief. Die Krämpfe überfielen mich sogar ausserhalb der Menstruation. 

Ende März überkam mich eine riesige Wut. Muss ich mir das gefallen lassen? Wer sagt, dass ich das ertragen muss?

Was ist, wenn ich ein erkranktes Organ habe? Wenn all diese wirklich schönen Übungen mich zwar energetisch "runder" machen und mir Gelassenheit geben, aber daran nichts änderten, dass ein Organ krank sein könnte? Was ist, wenn alle bisherigen Ärzte falsch lagen? Was ist, wenn es beides braucht: Diese Heilungsübungen UND eine saubere, klare Diagnose?

Ich spürte in mich hinein. Versuchte, alle meine Bauchorgane von innen zu fühlen. Es war die Gebärmutter, die sich meldete. Und ich wusste plötzlich instinktiv, dass ich ihr helfen muss.

Tags darauf kontaktierte ich meinen neuen Gynäkologen. Da ich auf Empfehlung kam, kriegte ich innert 2 Wochen einen Termin. Der Spezialist hörte sich meine Geschichte und meine Entscheidung, die Gebärmutter diesmal ohne Diskussion entfernen zu lassen, an. Er zeigte Mitgefühl, staunte über meine Entschlossenheit und machte seine Untersuchungen.

Ultraschall und Abtasten ergaben, dass gemäss seiner Erfahrungen eine hohe Wahrscheinlichkeit der Endometriose vorliege. Meine Krankheitsgeschichte und meine Beschwerden untermauerten diese Vermutung, welche sich erst bei der Bauchspiegelung mit Sicherheit diagnostizieren lässt. Ich hörte damals zum ersten Mal von dieser Krankheit. Wer meinen letzten Blogpost noch nicht gelesen hat, erfährt dort mehr darüber.

Er besprach mit mir seine Empfehlung, welche tatsächlich die Gebärmutterentfernung beinhaltete. Weil seiner Meinung nach die Endometriose in der GM die Ursache hat und bei gleichzeitiger, sorgfältiger Entfernung aller Herde die Krankheit sich nicht mehr melde und die Beschwerden meist gänzlich verschwinden (dies ist sehr individuell; z.B. ob man auch den GM-Hals und die Eierstöcke mitentfernt oder nicht). 

Alles fühlte sich sehr klar an. Ich fühlte mich auf Augenhöhe und kompetent abgeholt. In weiteren Gesprächen beantwortete er alle meine Fragen und erfüllte mir sogar seltsamste Wünsche (siehe Schluss dieses Postes). ;-) Wir vereinbarten einen OP-Termin. Erleichtert fuhr ich nach Hause. 

Ich spürte, dass es richtig war.

Die Wochen bis dahin habe ich gut genutzt gehabt. Ich informierte mich auf allen Ebenen, die mir in den Sinn kamen, über Endometriose. Und ich checkte gleichzeitig ab, was dieser grosse Schritt zu tun in mir auslöste...

  • Würde ich weniger weiblich sein, ohne Gebärmutter?
  • Würde mich meine Familie als "untauglich" abstempeln?
  • Würden potentielle Partner mich weniger attraktiv finden?
  • Würde ICH mich weniger weiblich fühlen ohne Gebärmutter?

Eines war sicher: Diese aufkommenden Themen durfte ich nicht ignorieren. Und das tat ich auch
chantal
nicht. Wer sich mit universellen (aber auch physikalischen) Gesetzen auskennt, weiss, dass man keine Energie "abschneiden" kann. Die Energie, die man "loswerden" will, ist stets noch da, egal was man verdrängen oder weg haben will.

Also gab ich mir mehrmals Zeit, mich mit meiner Gebärmutter zu verbinden, sie zu spüren - ja, ich behaupte sogar, mit ihr zu reden. Wir redeten darüber, dass sie krank sei und dass ich jetzt meine Verantwortung dafür übernehme, ihr und somit auch mir zu helfen. Wir befassten uns mit ihren wunderbaren Qualitäten:

  • ihre sanfte Aufnahmebereitschaft
  • das zur Verfügung stellen eines Ortes der Begegnung von Yin und Yang
  • das sorgfältige Entwickeln lassen neuen Lebens
  • ihr Durchhaltevermögen während Jahrzehnten
  • ihr Haushalten und Ausgleichen der Hormone 
  • und das Freigeben von Schöpferkraft, Kreativität und Weiblichkeit.

Das mag für Sie jetzt seltsam klingen. Aber diese Momente, dieser Austausch, waren derart tief und berührend, dass ich intuitiv wusste, wie richtig auch dies war. Und ich beschloss, meine arme, kranke Gebärmutter nach der OP mit einem würdevollen Ritual zu verabschieden.

Und so kam es, dass ich meinen Arzt bat, mir während der OP ein kleines Stück meiner Gebärmutter aufzuheben. Und ich glaubte es selber fast nicht: Er tat es!

Die OP verlief erfolgreich, obwohl die Ärzte mit zusätzlichen Komplikationen (starken Verwachsungen im ganzen Bauchraum, um den Enddarm herum und einer Zyste am Eierstock) zurecht kommen mussten. Der Laborbefund ergab zudem, dass meine Gebärmutter tatsächlich derart stark erkrankt gewesen ist (Adenomyose), dass sie ihre Aufgaben kaum mehr hatte wahrnehmen können. 

Dies bestätigte mir meine Wahrnehmungen. Und meine Entscheidung.

Und der Tag des Abschieds rückte näher.

Ich gestehe... Zuerst wollte ich mich davor drücken . Obwohl ich als spiritueller Coach dazu stehe, dass Rituale sehr wichtig sind und diese in uns viel Heilung hervorbringen können, war ich mir nicht mehr so sicher, ob es hier noch "nötig" war. Ob es nicht übertrieben ist? fragte ich mich.

Eines kann ich Ihnen sagen, liebe Leserin: vom ersten Augenblick an, wo ich aus der Narkose erwacht bin, spürte ich, dass alles gut gekommt. Sogar, als ich später nochmals Komplikationen und eine Infektion hatte, spürte ich mit übergeordneter Klarheit, dass alles gut kommt! Mein Vertrauen war derart stark. Meine Ausrichtung auf das, was ich wollte, derart klar.

Und deshalb wusste ich plötzlich, von einer Minute zur anderen, dass es nun soweit ist. Es war ein Donnerstag, anfang August. Draussen schien die Sonne unermüdlich, Sommerferien-Stimmung lag in der Luft.

Ich bereitete in Ruhe alles vor, was ich brauchte: Räucherware, die intuitiv gewählten Zusätze, das Gewebe meiner GM, Zündhölzer, ein grosses Blatt Papier, etwas zu schreiben und sortierte alles auf einem silbernen Tablett. Meine Hündin Melli begleitete mich in den Garten. 



Es schien, als ob "alle" auf uns gewartet haben: Der Bach plätscherte friedlich und wohlwollend am Sitzplatz vorbei. Die riesigen Bäume und die dichten Sträucher lächelten mir zu. Sie alle erschienen mir so grün und der Himmel so blau wie noch nie. Meine Hündin war ruhig und beobachtete mich gespannt. Die Luft stand still und die Zeit irgendwie auch. 

In Ruhe schrieb ich meine letzten Zeilen an meine Gebärmutter, würdigte sie mit der Kraft des handschriftlichen Vermächtnisses. Zudem dankte ich ihr für das jahrelange Durchhalten. Ich beschrieb mein Mitgefühl für ihre Krankheit und ihr Leiden. Unter letzten Tränen bedankte ich mich für unsere gemeinsamen, bewussten Stunden. Und ich sagte ihr nochmals, dass sie mich nicht wirklich verlassen hat. Denn ich spürte ihre Energie immer noch in mir. Sie fühlte sich nun erlöst und befreit an! Ich spürte sie in meinem Bauch. Und auch die anderen Organe sagten Danke, befreit geworden zu sein. 

Dann zündete ich die Kohle an. Von meiner Intuition und meinem Geistigen Team geführt stand ich auf, und gemeinsam mit meiner Hündin (die wusste irgendwie ganz genau, wie das alles funktioniert), richtete ich mich zum Himmel und zum Universum hin. Ich bat mein Geistiges Team näher und alle wohlwollenden Energien jeder Himmelsrichtung dazu. Aus den Augenwinkeln sah ich, dass die Bäume und Sträucher sich leise bewegten. Es war, als ob sich nun auch Feen, Gnomen und Zwerge hervor getrauten und teilnahmen.

(Ja! Ich bin ein fundiert ausgebildetes, professionelles Medium. Und ja, ich kenne mich mit Ritualen aus. Aber dieses hier kannte ich nicht; ich führte alles inspiriert aus. Es passierte einfach! Und ich hatte noch nie die Ehre, Feen, Gnome und Pflanzengeister zu sehen oder ihnen zu begegnen.)

Die Energie verdichtete sich liebevoll, ich fühlte mich wahnsinnig stark beschützt und sehr gut aufgehoben. Feierlich legte ich getrocknete Rosen, bestes Harz und weitere wertvolle Zutaten auf. Den Brief zerlegte ich langsam und sanft in kleine Stücke, die von der brennenden Kohle zu Asche umgewandelt wurden. 

Und zuletzt kam das Gewebe dazu. Geschmückt mit ein paar extra Rosenblättern. 

Während dessen redete ich, bedankte ich mich oder schwieg.
Mit meiner Hündin beobachtete ich zum Schluss, wie das letzte an Räucherware und Gewebe verschwand. Eine Weile blieben wir sitzen, genossen die Stille und den Stillstand der Zeit. Bis ich wieder aufstand, das Ritual mit "so sei es" beendete und mich mit einem aufrichtigen "Namasté" bei allen Anwesenden bedankte.

Das alles berührte mich tief. Melli kam zu mir und legte mir sanft ihren Kopf in den Schoss. Der Bach lächelte weise und die Sträucher und Bäume schienen sich zu verneigen. Ich nahm die verbliebene Asche und vergrub sie an einer auserwählten Stelle, wo jetzt ein kleiner Keramikengel darüber wacht.

Und jetzt, wie geht es mir jetzt; 6 Wochen nach der OP?

Ich war gerade gestern bei meinem Arzt. Er will mich erst in einem halben Jahr wieder sehen! Welche Freude. Von meinem linken Eierstock spüre ich den Eisprung. Und auch die Darmregungen machen mir manchmal noch Schmerzen. Ich weiss, dass mein ganzer Bauch eine riesige Wunde gewesen ist. Er und die umliegenden Organe brauchen Zeit, um zu verheilen. Ich stelle mir im inneren Auge vor, wie sie dies können. Entspannt und ohne neue Verwachsungen. 

Ich gehe regelmässig spazieren (meine Hunde freuts). Und manchmal steige ich auf mein aufgebocktes Bike und trampe ein halbes Lied lang (mit Musik gehts besser). Meine Verbindung zu meinem Bauch, auch zum verbliebenen Eierstock ist eng und liebevoll. Deren Impulse nehme ich ernst und manchmal lege ich mich mehrmals täglich hin, um auszuruhen, den Bauch zu streicheln und zu schlafen. Bis Ende Monat bin ich noch krank geschrieben und ich bin dankbar, dass ich mir so jeden Tag einrichten kann, wie es grad stimmt.

Meine Akne ist komplett weg. Ich habe keine Krämpfe mehr und kann mich befreit bewegen! Und ich spüre, da kommt noch mehr. Denn jetzt darf ich wieder meine Kondition aufbauen. Bald darf ich wieder tanzen gehen (glauben Sie mir: das werde ich!). Bald kann ich wieder an meine Lieblingsanlässe und reisen gehen.

Bis dahin bade ich mich in der Vorfreude. Ich geniesse jeden Gedanken daran und lächle in mich hinein. Ich bin dankbar, dass ich vom Sofa aus schreiben kann und meine Projekte planen und erste Schritte aufgleisen kann. 

Ich spüre in mir drin das täglich wachsende Glücksgefühl. Meine Kräfte kehren wieder, und so auch meine Lebensenergie. Wie viele Jahre war sie gedämpft! Jetzt aber geht es vorwärts. Als Frau fühle ich mich "runder" denn je. Ich freue mich auf mein Leben, auf meine Pläne und deren Umsetzung! Ich spüre, dass noch soooo vieles auf mich wartet. Und ich weiss, dass ich meine mütterlichen Qualitäten anders einbringen werde: In dem ich meine Projekte "gebäre". Mich für die Endo-Aufklärung einsetze, mich überhaupt für die Weiblichkeit in uns einsetze. Und ich weiss, dass ich ein tolles Gotti und ein tolles Tanti bin, das die Eltern von "unseren" Kindern vertrauensvoll ablösen kann, wenn es mal brenzlig wird.

Gemeinsam mit meiner Gebärmutter und einem tollen Arzt habe ich die ersten Schritte zu meinem neuen, erfüllten Leben gemacht.

Und ich spüre, dass es gut ist!

Und wenn Sie, liebe Leserin, sich nun in einer ähnlichen Situation erkennen, dann möchte ich, dass Sie folgendes wissen:

Keine Geschichte gleicht der anderen. Jede von uns ist individuell gestrickt und macht ein einzigartiges Schicksal durch. Das ist richtig und wichtig! Ich umarme Dich in schwesterlicher Liebe und in tiefstem Mitgefühl dafür, dass Du das erträgst! Aber vergiss bitte eines nie: 

WIR sind die Schöpfer unserer Gedanken und somit unserer Gefühle und unseres Lebens. 

Wenn Dein Schicksal Dir gewisse Erfahrungen geben möchte - so wie es auch mir geschieht - dann nimm sie an UND auch Deine Fähigkeit, Dich mit Dir selbst zu verbinden und Deine innere Wahrheit zu spüren. Und dann setze Dich für diese Wahrheit ein. Lass nicht zu, dass man Dich klein redet oder von Deiner inneren Wahrheit ablenken will. Steh zu ihr. Steh zu DIR. Ohne Dramen (die sowieso nur Kräfte rauben). Souverän, selbst-verständlich und gelassen. Und das wird wirken! Geh den Weg, der Dir das Schicksal vorgibt. Aber geh ihn so, dass Du dahinter stehen kannst und Dich nicht fremdkontrolliert oder ohnmächtig fühlst.

Vielleicht ist Dir meine Geschichte hier eine Inspiration dafür, auf Deine inneren Impulse zu hören und denen zu vertrauen. Mein Arzt meinte gestern zu mir, dass ich schon "ein wenig schräg" sei. ;-) Was hätte ich davon, wenn mich das negativ beeindrucken würde? Nichts. Oder sogar Ärger und Kraftverlust. Ich lächelte ihm verständnisvoll zu. Schliesslich ist dies nicht seine Welt. Er macht sein Ding, und das Gott sei Dank hervorragend. 

Und ich mache mein Ding. 

Und das ist, zu mir zu stehen. Und das wünsche ich DIR auch.

Herzlich, Chantal Perrinjaquet


P.S.
Für diesen Blogpost hatte ich vor, wieder eine Endo-Frau, welche ähnliches wie ich oben beschreibe, erlebt hat, ins Podcast-Interview einzuladen. Leider bin ich nicht fündig geworden.

ABER ich habe dafür eine australische Endo-Expertin (seines Zeichen selber Endo-Frau) für ein exklusiv Interview gewinnen können!

Das bedeutet: Ich werde diesen Blogpost hier wie immer mit einem philosophischen Teil von meiner Seite her aufnehmen und hochladen. UND nächste Woche gibts eine EXTRA-Episode, nur mit dem Interview mit der Expertin Heba Shaheed aus Australien und einigen anderen spannenden Gästen.

Das Interview wird LIVE (auf englisch) über Blab.im durchgeführt. Details folgen in Kürze auf meinen Social-Media-Kanälen.





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